Eine Seite im Menschen sehnt sich immer nach dem Wesentlichen, nach der „Quintessenz“.

Die je eigene „Nabelschnur“ verbindet jeden Menschen mit dem Quell.

Den Ursprung wieder spüren - zur Quelle finden - Mensch im Bild und Gleichnis Gottes sein.





Universale klösterliche Berufung.

Rings um klösterliches Leben scheint gegenwärtig etwas zu vergehen.

Was vergeht?

Formen und äussere und innere Strukturen.

Was bleibt?

Der Kern.

Der Mensch in seiner Sehnsucht als Geschöpf nach seinem Schöpfer.

Universale Berufung.

In jedem Menschen.







Der Mensch vor Gott. Allein. Einsam.

Und doch im innersten Raum allem und allen verbunden –

erfährt diesen Grund in sich als DU.

Der Mensch geschaffen aus der Sehnsucht des Schöpfers nach seinem Geschöpf.

Jede Religion und echte Spiritualität (die diesen Namen verdient) erfährt im Innersten

Ergriffensein in Liebe, Begegnung.

Aus dieser Begegnung empfängt der Mensch neu seine Berufung:

M e n s c h werden.

Sinn und Ziel des Lebens.

Genug.







In der Begegnung dort beim Quell, geschieht etwas:

Jeder Augenblick empfängt Leben,

die vielen Seiten im Menschen

falten sich ein, werden ein-fältig,

glückselige Einfalt.





Die Antwort:

Vertrauen, Hingabe an das, was ist, wie es ist.

Glaubensweg.

Einfach, unbedingt.

Kein ein-für-alle Mal.

Schrittweise, im Pilgerschritt: drei Schritte vor, einer zurück.



„ Die ganze Nacht hab' ich gefischt

Nach einer Perl‘ in meines Herzens Grund

Und nichts gefangen

…….

Du der gesprochen: 'Fürcht dich nicht!'

So lass mich denn vertraun auf deine Hand

Und nicht ermüden!

Ja, auf dein Wort, mein Hoffnungslicht,

will werfen ich das Netz … “

Annette v. Droste-Hülshoff



Klösterliche Berufung in jedem Menschen!

Dabei geht es nicht um Regeln, Gelübde, Gemeinschaftsstrukturen.

Es geht um ankommen bei Gott

im innern Kloster-Raum.

Vertrauen. Hingabe. Das Weitere ergibt sich.

Genug.



Menschen entdecken den Quell.

„Gott will, dass wir uns nach innen wenden.

Und dort in der innersten Wohnung sagt er: Vertraue mir!“

(Worte eines alten Kapuzinerpaters, am Schluss des Gottesdiensts, vor dem Segen)







„Jedes echte Beten mündet in kindliches Vertrauen.“

und

„Wäre das Vertrauen des Herzens aller Dinge Anfang, du kämest weit, sehr weit.“

Frère Roger




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